Qualifikation zur JBLH gelungen

Am 01. und 02.06.2019 fand das Qualifikationsturnier für den Qualifikationsbereich 1 (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg) in Schwerin statt. Die mA des VfL Bad Schwartau traf in einem Turnier (Modus Jeder gegen Jeden) auf die 4 Mitbewerber. Die Ausgangslage vor dem Qualifikationswochenende war klar. Durch die Verkleinerung der Bundesliga von 48 auf 40 Mannschaften (4 Staffeln à 10 Mannschaften) standen weniger Startplätze zur Verfügung. So konnten sich nur 2 Mannschaften direkt für die Bundesliga qualifizieren. Da mit dem VfL Bad Schwartau, dem HSV Hamburg und LHC Cottbus alleine 3 Bundesligisten aus der Vorsaison angetreten waren, musste also mindestens eine bisherige Bundesligamannschaft am Ende ausscheiden. Hinzu kam der starke Oberligameister Ostsee/Spree, die Mecklenburger Stiere Schwerin, die zudem ihren Heimvorteil nutzen wollten.

Am Samstag begann das Turnier mit dem Spiel gegen die SG OSF Berlin. In einem zähen Spiel konnte zur Halbzeit ein 11:8 Vorsprung herausgespielt werden. Am Ende stand ein 22:17 Pflichtsieg in dem die Mannschaft kaum ihr vorhandenes Leistungsniveau abrufen konnte.

Im zweiten Spiel des Tages war die Heimmannschaft der Mecklenburger Stiere Schwerin der Gegner. Es entwickelte sich ein hektisches Spiel, zu dem alle Beteiligten ihren Beitrag leisteten. Die erste 2 Minuten-Strafe erhielt Melf Hagen bereits nach 40 Sekunden! Nach den ersten 25 Minuten standen insgesamt 6 Zeitstrafen und 1 rote Karte für den VfL bei 1 Zeitstrafe für Schwerin auf dem Spielberichtsbogen. Paul Pinnau hielt die Mannschaft in dieser Zeit mit 3 gehaltenen Siebenmetern (insgesamt 5) im Spiel. So stand zur Halbzeit ein 13:12 für den VfL zu Buche. Die 2. Halbzeit begann mit einer direkten roten Karte für den Schweriner Kreisläufer. Im weiteren Verlauf wechselte die Führung bis 3 Minuten vor Schluss ständig. Beim Stand von 25:25 konnte das Spiel zugunsten des VfL entschieden werden, so dass am Ende ein 27:25 stand. Insgesamt wurden 14 Zeitstrafen, 8 gelbe Karten und 3 rote Karten in einem Spiel verteilt, dass aus Sicht des VfL Bad Schwartau nicht besonders hart geführt worden ist.

Nach dem ersten Turniertag fuhr man mit 4:0 Punkten im Gepäck und der Gewissheit die Pflichtsiege eingefahren zu haben nach Hause. Spielerisch war insgesamt aber noch Luft nach oben.

Am zweiten Turniertag stand zunächst das Duell gegen den HSV Hamburg an. Da auch die Hamburger ihre bisherigen Spiele gewonnen hatten, würde der Gewinner des Spiels das Ticket in JBLH direkt lösen können. Die Mannschaft lief von Beginn an einem 2 bis 3 Tore Rückstand hinterher. Den Hamburgern kam dabei zu Gute, dass sie im Kern aus der gleichen Mannschaft wie letzte Saison bestehen und somit spielerisch deutlich besser waren als die neu formierte VfL-Mannschaft. Zur Halbzeit stand es 10:12. Kämpferisch konnte die A-Jugend aber sehr wohl mithalten. So konnte man in der 36. Minute zum 15:15 ausgleichen. Anschließend setzte sich allerdings die spielerische Klasse durch und man verlor völlig verdient 19:24. Damit ist der HSV Hamburg für die JBLH qualifiziert. Leider hat sich Mats Puchert in diesem Spiel an der Wurfhand so schwer verletzt, dass er bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Im letzten Turnierspiel wurde dann der 2. Startplatz für die JBLH gegen den LHC Cottbus vergeben. Da der LHC zuvor die Mecklenburger Stiere bezwingen konnte, hatten sie genau wie der VfL 4:2 Punkte. Somit würde der Gewinner des Spiels die Qualifikation zur JBLH schaffen, der Verlierer würde in die nächste Qualifikationsrunde auf Bundesebene müssen. Bis zum 7:8 in der 16 Minute war Cottbus stets in Führung gegangen. Dann konnte der VfL sich auf 11:8 absetzen. Trainer Hagenow hatte Niklas Schröter eingewechselt, der in dieser Phase 2 Siebenmeter hielt. Anfang der zweiten Halbzeit kam der LHC noch einmal auf 12:11 heran bevor der VfL sich aufgrund einer beeindruckenden Abwehr- und Torhüterleistung entscheidend absetzen konnte. Man ließ in den letzten 18 Minuten nur noch 4 Gegentore zu und überrollte den LHC Cottbus am Ende leistungsgerecht mit 25:15. Somit war die direkte Qualifikation für JBLH geschafft und das ausgegeben Ziel erreicht worden. Der Jubel war anschließend grenzenlos und es war deutlich zu spüren welchen Druck die Mannschaft sich auch selbst gemacht hatte. Die Trainer haben als Belohnung eine Woche mit verringertem Trainingsaufwand ausgerufen um sich etwas zu regenerieren und die Verletzungen und Blessuren auszukurieren.

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